Makula

Serienproduktion von Lichtsteuerungskomponenten mit industriellem 3D-Druck

Prototal Dänemark unterstützt Macula, eine Tochtergesellschaft von Litecom, bei der Serienproduktion von Polymerkomponenten für fortschrittliche Lichtsteuerungssysteme, die in der Unterhaltungsindustrie eingesetzt werden. Durch den Übergang vom internen Prototypenbau zum industriellen 3D-Druck war Macula in der Lage, die Produktion schnell zu skalieren und dabei enge Toleranzen, eine hohe Oberflächenqualität und eine kurze Markteinführungszeit einzuhalten.

Litecom ist ein dänisches Unternehmen, das sich auf technische Lösungen für groß angelegte Live-Produktionen spezialisiert hat, darunter internationale Veranstaltungen wie X Factor, die Zulu Comedy Awards und Eurovision. Aufbauend auf seiner Erfahrung im Live-Entertainment erkannte Litecom einen Bedarf an fortschrittlicheren und flexibleren Lichtsteuerungselementen. Dies führte zur Gründung von Macula, einer Tochtergesellschaft, die sich auf die Entwicklung und Vermarktung eines neuen Lichtsteuerungssystems für die Unterhaltungsindustrie konzentriert.

Die Herausforderung

In der ersten Entwicklungsphase produzierte Litecom Prototypen mit hauseigenen FDM 3D-Druckern. Dieser Ansatz war zwar für erste Tests geeignet, wies aber auch Einschränkungen auf:

  • Unzureichende Toleranzen und Oberflächendetails für Endverbraucherkomponenten
  • Begrenzte Eignung für die Serienproduktion
  • Beschränkungen bei der Skalierung der Produktion zur Deckung der externen Nachfrage

Mit zunehmender Produktreife und wachsendem Interesse am Macula-System benötigte Litecom eine Fertigungsmethode, die eine produktionsgerechte Qualität und skalierbare Stückzahlen ermöglicht, ohne dass es zu Verzögerungen bei der Werkzeugherstellung oder hohen Vorabinvestitionen kommt.

Ansatz zur Herstellung

Nach einer ersten Evaluierung der Möglichkeiten der industriellen additiven Fertigung beauftragte Litecom unseren Standort Prototal in Dänemark, den Übergang vom Prototyping zur Serienproduktion zu unterstützen.

Technologie und Materialauswahl

  • Industrieller 3D-Druck mit der Technologie Selektives Laser-Sintern (SLS)
  • PA 2210 FR, ausgewählt wegen seiner Dimensionsstabilität, Langlebigkeit und flammhemmenden Eigenschaften
  • Nachbearbeitung einschließlich Oberflächenbehandlung und Färben vor der Auslieferung

Der industrielle 3D-Druck im SLS-Verfahren ermöglichte es, die Macula-Komponenten im Vergleich zum Desktop-Druck mit deutlich höherer Präzision und Wiederholbarkeit zu produzieren und gleichzeitig für die Serienproduktion geeignet zu bleiben.

Skalierung auf Serienproduktion

Nach mehreren Design-Iterationen stieg die Nachfrage nach dem Macula-System schnell an. Durch den Einsatz des industriellen 3D-Drucks war es Macula möglich:

  • Erhöhung der Produktionskapazität ohne Werkzeugwechsel
  • Direkter Übergang von validierten Prototypen zur Serienproduktion
  • Reagieren Sie schnell auf die Marktnachfrage

Diese Flexibilität ermöglichte es der neu gegründeten Tochtergesellschaft, den Markt ohne Verzögerungen zu betreten, die typischerweise mit dem traditionellen Produktionsanlauf verbunden sind.

Die wichtigsten Vorteile des industriellen 3D-Drucks

Der Einsatz des industriellen 3D-Drucks unterstützte die Produktentwicklung und Produktionsstrategie von Macula in drei Schlüsselbereichen:

Gestaltungsfreiheit

Die Geometrie der Komponenten könnte ohne die Beschränkungen herkömmlicher Fertigungsmethoden auf ihre Funktionalität hin optimiert werden, was eine bessere Integration und Design-Effizienz ermöglicht.

Kontrollierte Produktionskosten

Die Produktionskosten blieben vom Prototyp bis zur Serienproduktion vorhersehbar, ohne dass Sie in Formen oder Werkzeuge investieren mussten.

Schnelle Markteinführung

Die Möglichkeit, direkt vom Design zu produktionsreifen Teilen überzugehen, ermöglichte einen kurzen und effizienten Entwicklungszyklus und unterstützte einen schnellen Markteintritt.

Laufende Produktion

Heute ist Prototal für die Serienproduktion der Griffe für das Macula-System verantwortlich. Die Komponenten werden im SLS-Verfahren aus PA2200 hergestellt, nachbearbeitet, eingefärbt und an Macula zur Integration der Elektronik und Endmontage geliefert.

Dieser Fall zeigt, wie der industrielle 3D-Druck als primäres Fertigungsverfahren für serienmäßig hergestellte Komponenten im Bereich der Unterhaltungselektronik funktionieren kann. Durch die Kombination von skalierbarer SLS-Produktion mit gleichbleibender Qualität und Designflexibilität hat Prototal Macula dabei unterstützt, effizient vom Konzept zum marktreifen Produkt zu gelangen.