Prototal hat sich mit Retropower, einem Spezialisten für die Restaurierung von Oldtimern, zusammengetan, um große, hochwertige Polymerteile herzustellen, die die Grenzen der internen 3D-Druckkapazitäten des Kunden überschritten. Durch den Einsatz von industriellem 3D Druck in Kombination mit Einfärbung und Chemischen Glätten lieferte Prototal maßgenaue Teile mit erstklassiger Oberflächenbeschaffenheit, die sowohl funktionale Leistung als auch authentische Ästhetik unterstützen.
Retropower ist ein in Großbritannien ansässiger Automobilspezialist, der für präzisionsgefertigte Restaurierungen von klassischen und leistungsstarken Fahrzeugen bekannt ist. Die Projekte erfordern Komponenten, die strenge Anforderungen an Passform, Verarbeitung und visuelle Authentizität erfüllen, oft in Größen und in einer Qualität, die Desktop- oder kleinformatige additive Fertigungssysteme übersteigt.
Die Herausforderung
Retropower wandte sich zunächst an den Prototal-Standort in Großbritannien, um die Beschränkungen der internen Produktionseinrichtung zu überwinden.
Zu den größten Herausforderungen gehörten:
- Die Beschränkungen des Bauvolumens, sodass große Komponenten nicht in einem Stück hergestellt werden konnten
- Die uneinheitliche Qualität und Oberflächengüte von kohlenstoffgefüllten Nylonteilen
- Die begrenzte Prozesstransparenz und technische Unterstützung früherer Lieferanten
- Schwierigkeiten bei der Einhaltung enger Toleranzen für funktionale und kundenorientierte Komponenten
Diese Herausforderungen schränkten die Fähigkeit von Retropower ein, Teile zu produzieren, die der Qualität ihrer Fahrzeuge entsprachen.
Der Ansatz bei der Herstellung
Prototal hat die Prioritäten von Retropower in Bezug auf Verarbeitung, Qualität und Größe mit Hilfe eines industriellen 3D Druck Workflows umgesetzt.
Technologie und Materialauswahl
- Selektives Laser-Sintern (SLS)
- PA 603-CF (Nylon 12), ausgewählt für Stärke, Dimensionsstabilität und Konsistenz
- Nachbearbeitung: Schwarzfärbung und Chemisches Glätten für verbesserte Oberflächenqualität
Obwohl Retropower bereits Erfahrung mit dem Material PA 603-CF hatte, ermöglichten die SLS-Systeme von Prototal im industriellen Maßstab eine deutlich höhere Konsistenz, Genauigkeit und Teilegröße.
Produzierte Komponenten
Prototal UK hat mehrere wichtige Teile für die Restaurierungsprojekte von Retropower hergestellt, darunter:
- Audi Quattro Frontgrill-Baugruppen
Hergestellt als einteilige Komponenten unter Verwendung von großformatigem SLS, wodurch Montagebänder entfallen und die strukturelle Integrität verbessert wird. - Jensen Interceptor Ansaugrohre
Hergestellt mit einer konstanten Wandstärke von 3 mm und hoher Maßgenauigkeit, was eine präzise Passform für ein komplexes Kanaldesign ermöglicht. - Austin Allegro Demister-Kanalkomponenten
Reproduziert mit einer Oberflächenstruktur, die dem Original aus den 1990er Jahren sehr nahe kommt und sowohl funktionale als auch ästhetische Anforderungen erfüllt.

Zusammenarbeit und technische Unterstützung
Neben der Produktion der Teile unterstützte Prototal Retropower auch durch einen kooperativen und transparenten Arbeitsprozess:
- Klare Kommunikation während der Design- und Produktionsphase
- Praktische technische Anleitungen für die Auswahl von Materialien und Design
- Zugriff auf das breitere Produktionsnetzwerk von Prototal Group, sodass bei Bedarf alternative Technologien oder Materialien aus ganz Europa bezogen werden können
Dies gewährleistete Kontinuität, Flexibilität und den Zugriff auf die am besten geeignete Fertigungslösung für jede Anwendung.
Das Ergebnis
Die Zusammenarbeit löste sowohl die Qualitäts- als auch die Größenherausforderungen, denen Retropower gegenüberstand.
Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören:
- Großformatige Komponenten, die nach Spezifikation in Einzelteilen hergestellt werden
- Verbesserte Oberflächenqualität und visuelle Konsistenz durch Dampfglättung
- Zuverlässige Maßhaltigkeit bei Funktionsteilen
- Texturierte Komponenten passend zum Originalfahrzeugdesign
- Ein transparenter und vorhersehbarer Herstellungsprozess
Über die unmittelbaren Projektanforderungen hinaus hat Retropower nun Zugang zu einer breiteren Palette industrieller 3D Druck und traditioneller Fertigungskapazitäten innerhalb von Prototal Group, einschließlich der Metallproduktion über CA Models für zukünftige Anwendungen.
Dieser Fall zeigt, wie industrieller 3D Druck und kontrollierte Nachbearbeitung High-End-Restaurierungsprojekte unterstützen können, die sowohl technische Präzision als auch visuelle Authentizität erfordern. Durch die Kombination von skalierbarer Produktionskapazität und enger technischer Zusammenarbeit ermöglichte Prototal es Retropower, eine konsistente Qualität auf einem Niveau zu erreichen, das den Standards der Premium-Automobilrestaurierung entspricht.