Prototal war stolz darauf, einen Beitrag zur Ausstellung des Gotlands Museums über das Passagierschiff S/S Hansa leisten zu können, indem wir ein hochdetailliertes, langlebiges 3D-gedrucktes Schiffsmodell hergestellt haben. Das Projekt erforderte eine außergewöhnliche historische Genauigkeit, eine raffinierte Oberflächenbearbeitung und eine langfristige Haltbarkeit, die für eine Wanderausstellung im Museum geeignet ist.
Historischer Kontext
Am 24. November 1944 wurde das Passagierschiff S/S Hansa von einem sowjetischen U-Boot vor der Küste von Gotland torpediert. Das Schiff sank in weniger als einer Minute, und nur zwei der 86 Menschen an Bord überlebten. Die Katastrophe traf Schweden in einer ohnehin schon turbulenten Zeit des Zweiten Weltkriegs schwer.
Die laufende Ausstellung bewahrt diese Geschichte und vermittelt das Ereignis durch persönliche Geschichten, Artefakte und eine physische Darstellung des Wracks, wie es heute liegt.
Die Herausforderung
Das Gotland-Museum brauchte ein präzises und emotional einfühlsames physisches Modell:
- Geben Sie den strukturellen Zusammenbruch des Schiffes im Moment des Aufpralls genau wieder
- Hält einer langfristigen öffentlichen Ausstellung und Tournee stand
- Mit einer realistischen Oberfläche, die auch aus der Nähe betrachtet werden kann
- innerhalb eines begrenzten Zeitrahmens produziert werden
Die Lösung
Prototal produzierte ein zweiteiliges 3D-gedrucktes Modell der S/S Hansa, das symbolisiert, wie der Bug des Schiffes vorwärts fuhr, während das Heck unmittelbar nach dem Torpedotreffer sank.
Das Modell wurde auf einen Sockel montiert, der den Meeresboden darstellt, um eine realistische Darstellung der aktuellen Position des Wracks zu erhalten.
Technologie & Materialien
- Industrielle 3D-Drucktechnologie: Selektives Laser-Sintern (SLS)
- Material: PA 2200
- Nachbearbeitung: Basislack und matter Klarlack
SLS PA 2200 wurde aufgrund seiner Festigkeit, Maßgenauigkeit und Langzeitstabilität ausgewählt und ist damit ideal für Museumsumgebungen. Die matte Oberflächenbehandlung verbessert den visuellen Realismus und reduziert gleichzeitig die Reflexionen bei Ausstellungsbeleuchtung.
Der gesamte Produktionsprozess – einschließlich Druck, Reinigung, Beschichtung und Kühlung – wurde in etwa 15 Stunden abgeschlossen.
Das Ergebnis
- Ein langlebiges, museumsreifes Ausstellungsmodell mit hoher historischer Treue
- Ein physisches Storytelling-Element, das das Verständnis der Besucher stärkt
- Ein leichtes und dennoch robustes Objekt, das sich für Wanderausstellungen eignet
- Eine respektvolle und genaue Darstellung eines bedeutenden historischen Ereignisses
Die Ausstellung
Die Ausstellung wurde am 15. Juni 2024 in Visby, Gotland, eröffnet und bleibt dort bis zum Frühjahr 2025. Danach wird sie bis Dezember 2026 durch Schweden touren und dem Publikum in ganz Schweden die Möglichkeit geben, sich mit der Geschichte der S/S Hansa auseinanderzusetzen.
Bewahrung der Geschichte durch industriellen 3D-Druck
Der industrielle 3D-Druck kann Museen und Kultureinrichtungen unterstützen, indem er historische Daten in physische, dauerhafte und emotional ansprechende Ausstellungselemente verwandelt. Wir fühlen uns geehrt, dazu beigetragen zu haben, diesen Teil der schwedischen Geschichte zu bewahren und zu vermitteln – damit er auch für kommende Generationen zugänglich bleibt.